Geschichte

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1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2008 |
2013 | 2014 | 2016

Geschichte der FF Sitzenberg im Zeitraffer
Daten aus der Pfarrchronik

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Die größten Feuersbrünste gab es bevor es organisierte Löschmaßnahmen gegeben hat. So brannten am 8. Oktober 1863 in Sitzenberg 14 (!) Häuser nieder. Am 23. März 1870 brannte zeitig in der früh ein Haus in Thallern, damals zu Sitzenberg gehörig, nieder und drei Menschen kamen dabei ums Leben. Am selben Tag am Vormittag brannten in Sitzenberg vier Häuser. Weiters brannten am 20. Juli 1873 in der Neustift fünf Häuser, von Nr. 5 bis 9, nieder.

Im Jahre 1887 wurde von der Gemeinde Sitzenberg eine Feuerspritze (Hydrophor) gekauft (Wer diese bediente ist heute nicht mehr bekannt).


1903

Auszug aus dem Protokoll Buch (Juli 1903) Protokoll Nr.1:

“Die Einberufer Bürgermeister Leopold Kiesl, Franz Kiesl und Karl Powondra geben den, über den öffentlichen Aufruf Erschienen bekannt, dass die Gemeindevertretung über Antrag des Herrn Bürgermeister gewillt ist, eine freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen, und zu diesem Zwecke das neu erbaute Löschrequisitendepot und die Feuerwehrspritze zur Verfügung zu stellen. Über die hierauf erfolgte Aufforderung zur Beitrittserklärung meldeten sich 27 Mann, die hierauf abgehaltene Wahl der Funktionäre ergab folgendes Resultat:

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Freiherr Arthur von Rummerskirch, Hauptmann
Franz Kiesl, Hauptmannstellvertreter
Anton Haas, Zugsführer
Ignaz Öllerer, Zugführerstellvertreter
Josef Sopousek, Spritzenmeister
Leopold Anhammer, Spritzenmeister Stellvertreter”

Eine vorhandene Feuerspritze (aus dem Jahr 1887) und das Feuerwehrhaus wurden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Noch vor der Gründung der Feuerwehr wurde ein Löschrequisitendepot gebaut. Dieses Gebäude, eigentlich der hintere Teil, war vorher der Gemeindekotter, in dem Landstreicher dingfest gemacht wurden. Dieses Gebäude war bis zum Jahr 2000 unser Feuerwehrhaus, ohne Heizung und ohne Wasser!

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1904Feuerwehr_Geschichte_3

Im Jänner wird der erste Ball abgehalten.
6. April: Erster Brandeinsatz der FF Sitzenberg in der Neustift


1906

14. Jänner: Franz Kiesl wird zum neuen Hauptmann gewählt.
13. Mai: Herr Baron von Rummerskirch wird Ehrenhauptmann


1908

4. März: verstarb der Gründer der FF Sitzenberg, Herr Bürgermeister Leopold Kiesl


1909

Beim Tätigkeitsbericht wird bekannt, dass die Feuerwehr im abgelaufenen Jahr (1908) acht Mal zu Bränden ausrücken musste.


1914 bis 1918

Von 1914 bis 1918 gab es keine regelmäßigen Versammlungen und Übungen, da mehr als die Hälfte aller Feuerwehrmänner an den Fronten des ersten Weltkrieges kämpften.


1919

18. Juni: Anton Haas wird neuer Hauptmann
7. Dezember: Herr Baron Sigismund Springer wird zum Ehrenmitglied ernannt.

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1920

1920 waren zwei Brände zu löschen.


1921

1921 gab es vier Brände.


1923

Die Feuerwehr musste zu acht Bränden ausrücken, am 24. Juni wurde das 20-jährige Gründungsfest verbunden mit dem Bezirksfeuerwehrtag gefeiert.


1924

Zwei Brände waren zu bekämpfen.


1925

Die Feuerwehr musste zu fünf Brandeinsätzen ausrücken.


1926

26.06.1926: Beschluss über den Bau eines Schlauchturmes mit einer Höhe von 6m über den Dachfirst.


1927

In diesem Jahr waren drei Brände. Am 2. Dezember war ein Großbrand in Sitzenberg beim Anwesen des Herrn Heinzelberger (heute Sitzenbergstraße 15).
Es war der größte Einsatz den die freiwillige Feuerwehr seit Bestehen zu bekämpfen hatte. Der durch Brandstiftung ausgelöste Brand vernichtete Haus und Hof sowie einen Großteil des Tierbestandes.


1928

01. Jänner: Michael Fuchsbauer wird neuer Feuerwehrhauptmann


1931

7. August: Feuerwehreinsatz nach Mord und Selbstmord. Nach dem Mord wegen geringfügigen Diebstahls seines Freundes, wird der Täter in seinem Hause Neustift Nr. 6 von der Gendarmerie gestellt.
Durch Waffengewalt entzieht er sich seiner Verhaftung. Der Täter verschanzte sich am Dachboden seines Hauses.
Die Feuerwehr Sitzenberg wird von der Exekutive zum weiträumigen Absperren des Tatortes angefordert. Nach einem heftigen Schusswechsel wird der Täter von einem Schuss in die Brust, verletzt.
Vor der Verhaftung erschießt sich der Mörder mit seiner letzten Patrone. Er wird von der Feuerwehr vom schwer zugänglichen Dachboden geborgen.Zwei Brände waren in diesem Jahr wobei am 7. Juni ein Waldbrand in Ahrenberg zu bekämpfen war.


1932

Drei Brandeinsätze


1934

Vier Brandeinsätze


1936

Drei Brandeinsätze


1938 bis 1945

keine Aufzeichnungen


Zweiter WeltkriegFeuerwehr_Geschichte_6

Zahlreiche Männer aus Sitzenberg, Ahrenberg und Neustift müssen zur Deutschen Wehrmacht einrücken. Viele kehren von den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges nicht mehr heim. Die Freiwillige Feuerwehr wird bei der Feuerschutzpolizei des Dritten Reiches eingegliedert. Alle Aufzeichnungen dieser Zeit sind leider verloren.

 

 


1948

Erste Aufzeichnungen nach dem zweiten Weltkrieg: 26. Dezember: Generalversammlung. Bei dieser Versammlung ist zu entnehmen, dass das Feuerwehrwesen im neuen Österreich schon längere Zeit wieder tätig ist. Als Feuerwehrkommandant ist Herr Michael Bischof der Mann an der Spitze.
Laut Aussagen von älteren Kameraden, begann unmittelbar nach Kriegsende (1945) das Freiwillige Feuerwehrwesen wieder so gut wie möglich, viele Mittel fehlten.


1949 Feuerwehr_Geschichte_7

Ankauf der ersten Motorspritze RW 80 (Tragkraftspritze mit Verbrennungsmotor) 26. Dezember: Erste Wiederwahl von Michael Bischof.


1950 Feuerwehr_Geschichte_8

Ankauf eines alten Sanitätswagens Marke Austin K30 aus Kriegsbeständen. Dieser wird zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut. Obwohl man froh über das neue Einsatzfahrzeug war, wird dieses Fahrzeug den Kameraden noch viel Nerven bei den Einsätzen kosten. Speziell bei Einsätzen gab es immer wieder Startprobleme mit dem Motor, die den Kameraden schon vor dem Ausrücken die Schweißperlen auf die Stirn trieben.


1953

In diesem Jahr wurde das 50 jährige Gründungsfest gefeiert, das sehr gut besucht war. Die Freiwillige Feuerwehr umfasst 32 Mitglieder, davon sind dreißig Ausübende und zwei Schutzmänner.


1954

Eine der bisher größten Hochwasserkatastrophen war im Zeitraum 11. bis 13. Juli. Die Donau führte Hochwasser und überschwemmte weite Teile Ober- und Niederösterreichs. Unterstützt von den russischen Besatzungstruppen, standen die NÖ Feuerwehren im ganzen Land im Einsatz. In unserem Gebiet waren besonders die Orte Preuwitz, Maria Ponsee bis zum Ortsrand Oberbierbaum betroffen. Unsere Feuerwehr war vier Tage im Dauereinsatz, um den Hochwasseropfern zu helfen. Besonders die Evakuierung von Tieren aus den landwirtschaftlichen Anwesen war eine der Aufgaben.

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oberste Reihe: Fischer Karl jun, Hintermayer Georg sen. Nestelberger Walter, Maurer Franz
mittlere Reihe: Kraus Ahrenberg, Egretzberger Leopold, Arnold Franz, Hacker Rudolf, Kiesl Wilhelm, Moser Leopold, Teufner Franz, Zarrer Leopold, Steinhart Franz
unterste Reihe: Kreppl Josef, Schneider Johann, Müllner Josef, Polaschek Anton, Amtsrat Kiesl, Bischof Michael, Fischer Karl sen., Weichselbaum Josef, Kiesl Franz, Egretzberger Josef

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Der Stadl auf der rechten Seite des Bildes, ist der heutige Standort des Feuerwehrhauses Maria Ponsee.


1955

Vier Brandeinsätze


1958Feuerwehr_Geschichte_11

9. Mai: Die Feuerwehr bekommt eine neue Tragkraftspritze. Geliefert von der Fa. Rosenbauer. Die TS hat einen VW-Motor.


1960

2. Juli: Absperrdienst beim Staatsbesuch von Nikita Chrustschow in Rust.


1961

22. April: Aufstellung einer Feuerwehrjugendgruppe. Wahrscheinlich eine der ältesten Jugendgruppen in NÖ. Diese wurde aber auf Anweisung des Landeskommando nach einigen Jahren wieder aufgelöst.

 

9. Juli: Fahrzeug und Spritzenweihe. Es wurde zum ersten Mal seit Bestehen der Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug in den Dienst gestellt. Das alte Fahrzeug war aus dem Kriegsbestand und wurde für den Feuerwehrdienst umgebaut. Diese Anschaffung war eine enorme Leistung unserer Wehr zu dieser Zeit und erhöhte die Schlagkraft wesentlich.


1967

27. Oktober: erster Fahrzeugbrand in der Geschichte der FF Sitzenberg. Gelöscht wurde das Fahrzeug mit einem Feuerlöscher.
26. November: erste Fahrzeugbergung in der Geschichte der Feuerwehr Sitzenberg. Niemand wird sich damals gedacht haben, dass Verkehrunfälle in Zukunft eine der Hauptaufgaben der Feuerwehr werden und die Brandbekämpfung in den Hintergrund treten wird.


1968

30. März: Ankauf einer gebrauchten Tragkraftspritze, die vor allem für Auspumparbeiten angeschafft wurde, um damit die andere TS zu schonen.


1973

11. Juli: An diesem Tag gab es durch Blitzschlag zwei Großbrände. Einen in Preuwitz bei dem die Feuerwehr mit dem Einsatzfahrzeug und 11 Mann ausrückte.
Zum zweiten Einsatz in Stollhofen fuhren 4 Mann mit einem Privatfahrzeug und Schlauchmaterial. Eine ca. 40m lange Scheune stand im Vollbrand.


1974

Zwei Brandeinsätze, einer bei der Firma Hann in der Neustift und ein Großbrand in Pottschall.


1975

Zwei Brandeinsätze
15. April: Ankauf des ersten Funkgerätes. Diese Anschaffung wird die Arbeit der Feuerwehr in Zukunft wesentlich verbessern. 01. August: Einsatz nach Unwetter.


1976

Drei Brandeinsätze
18. März: Ankauf einer neuen Tragkraftspritze Marke VW- Rosenbauer, um öS 80.000.-.  Bürgermeister Dr. Franz Rabl bei der feierlichen Segnung der neuen TS im Parkgelände des Teiches.Dieses Gerät ist bis zum heutigen Tage bei Einsätzen der FF Sitzenberg im Einsatz und leistet wertvolle Dienste.


1978

Ankauf von drei Atemschutzgeräten um öS 60.000.-. Ab jetzt ist es den Feuerwehrmännern möglich, bei Bränden
auch Menschen aus stark verrauchten Gebäuden zu retten.


Feuerwehr_Geschichte_151979

04. Jänner: Ankauf eines VW-Bus Kommandofahrzeuges gemeinsam mit Reidling. Das Fahrzeug wird in Reidling eingestellt.


1982

Neue Funkgeräte werden geliefert. 25. Oktober: Das Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (LF-B) wird geliefert. Der Mercedes 409 wird in Zukunft die Männer zu den Einsätzen bringen. Dieses Fahrzeug steht noch heute im Einsatz.


1983

Drei Brandeinsätze. 5. Juni: Feier zum 80- jährigen Gründungsfest mit Fahrzeugweihe und Abschnittswettkämpfe in Sitzenberg. In diesem Jahr wird bei einem Verkehrsunfall bei der Gärtnerei (1 Toter und mehrere Verletzte) zum ersten Mal ein Rettungshubschrauber vom ÖAMTC angefordert. Der Hubschrauber wird in Zukunft ein ständiger Begleiter der Feuerwehrmänner bei Einsätzen sein.


1985

9. Jänner: Vermisstensuche in den Abendstunden bei -15° Celsius. Neben unserer Feuerwehr waren auch Kameraden aus Reidling und Thallern sowie an die 30 Zivilpersonen und ein Suchhund der Gendarmerie im Einsatz. Weiters waren drei Brände und vier Verkehrsunfälle zu bewältigen. In diesem Jahr stiegen die Verkehrsunfälle zum ersten Mal über drei an und waren somit mehr als Brandeinsätze. Dies sollte sich bis zum heutigen Tage nicht mehr ändern.


1986

10. Jänner: Franz Müllner wird Feuerwehrkommandant und wird dieses Amt 30 Jahre belegen.


1988

Am 28. September verunglückt der Kommandantstellvertreter Josef Zarrer bei einem Arbeitsunfall. Bei Kirchenrenovierungsarbeiten stürzt er vom Dach. Er wurde am 3. Oktober unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen.


1989

Am 14. Jänner verstarb Bürgermeister Franz Rabl. Er war auch Mitglied unserer Feuerwehr. Zahlreiche Menschen folgten dem Trauerzug.


1990

01. Oktober: Ankauf eines gebrauchten Last (VW LT 35) um 28.000.- Schilling. 20. Oktober: Übergabe eines hydraulischen Rettungsgerätes. Dieses wird in das LF-B (Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung, ein Mercedes 409) eingebaut.

7. November: Das Rettungsgerät kommt zum ersten Mal zum Einsatz. Der Verunfallte kann leider nur mehr tot aus dem Fahrzeug geborgen werden.
In diesem Jahr gab es zwei Brände.


1991

Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist stark steigend. Auch das Ausmaß der Unfälle nimmt dramatisch zu. Auch in diesem Jahr gibt es am 20. Dezember wieder einen Toten.


1992 Feuerwehr_Geschichte_17

Am 1. Juli kommt es zum größten Feuerwehreinsatz in der Geschichte der Feuerwehr Sitzenberg. In den Nachmittagsstunden entzünden zwei spielende Jugendliche den Gutshof des Herrn Dressler, im Wimmergraben. Die Wohngebäude auf der Westseite, der Wirtschaftstrakt, in dem die Tischlerei Hann Holz lagert und Brennstoffe von Mietern gelagert werden, brennen bis auf die Grundmauern nieder.  Nur der östliche Teil mit weiteren Wohnungen und einer Fahrzeughalle können durch ein Großaufgebot der Feuerwehr gerettet werden. Bei diesem Einsatz, unser Kommando mit Brandinspektor Franz Müllner an der Spitze hatte die Einsatzleitung, waren 232 Mann von 19 Feuerwehren mit 36 Fahrzeugen im Einsatz.
Es wurden unter anderem 3,5 Kilometer Schläuche verlegt. Zu diesem Einsatzort musste die Feuerwehr mehrere Male in den nächsten Tagen zu Nachlöscharbeiten an die Brandruine ausrücken. Eine Feuerwehrjugend wird wieder aufgestellt. Die Feuerwehrjugend wird in Thallern mit ausgebildet.


1993

12. September: Mitgliederversammlung anlässlich des 90- jährigen Gründungsfestes.

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oberste Reihe: Jürgen Marschik, Christoph Resch, Reinhard Bauchinger, Georg Hintermaier jun., Gerhart Hut, Andreas Zarrer, Rainer Egretzberger, Josef Troll, Mathias Wascher
mittlere Reihe: Andreas Klein, Wolfgang Marschik, Franz Orthofer, Josef Scharl, Gottfried Fischer sen., Leopold Zarrer, Georg Hintermaier sen., Gottfried Fischer jun., Emmerich Mayer, Matthias Fischer
unterste Reihe: Wilhelm Kiesl, Stefan Öllerer, Johann Brückler, Franz Müllner, BGM Franz Keiblinger, Karl Fischer, Alois Bauchinger, Franz Fürstl und Karl Mayer


1994

Durch die stetig steigende Zahl an Einsätzen und um schneller am Einsatzort sein zu können, wurden 12 Stück Personenrufempfänger (Piepserl) um öS 70.000.- angekauft Der Notruf 122 wird frei geschaltet. Von nun an werden die Feuerwehren im Bezirk Tulln zentral von der Warnzentrale in Tulln alarmiert. Das komplizierte Alarmieren durch Anruf bei Feuerwehrmitgliedern hat ein Ende.


1995

Zwei Brandeinsätze und sechs Verkehrunfälle. 28. und 29. Juli: Einsatz nach Unwetter in Ahrenberg, Wimmergraben und in der Neustift.


1996

Dieses Jahr war von schweren Verkehrsunfällen in unserer Gemeinde gezeichnet, der schlimmste ereignete sich in den Nachmittagsstunden des 1. Juni auf der Straße zwischen Sitzenberg und Ahrenberg.  Ein PKW mit vier jungen Burschen prallte gegen einen Baum. Die Feuerwehr musste die Eingeklemmten mit dem hydraulischen Rettungsgerät befreien.

Für einen kam leider jede Hilfe zu spät. Bei diesem Einsatz waren neben einem Notarztwagen auch zwei Rettungshubschrauber im Einsatz.  Bei 10 Verkehrsunfällen starben in diesem Jahr vier Menschen und 14 wurden schwer verletzt.

Am 14. Dezember war Bauverhandlung für das neue Feuerwehrhaus. Das alte Haus der ehemaligen Gemeinde Sitzenberg wird adaptiert und eine Fahrzeughall mit drei Ausfahrten wird angebaut.

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1997

22. Mai: Beschluss zum Ankauf des alten Tanklöschfahrzeuges 2000 (Mercedes 911) von Reidling. Kaufpreis: öS 280.000.-.Im Frühjahr war Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses.

Juli: Mit Judith Scherr aus Sitzenberg wird die erste Frau als Mitglied in die Feuerwehr Sitzenberg aufgenommen.

7. und 8. Juli Hochwasserkatastrophe im Bezirk Tulln. Die Große Tulln und die Perschling führen Hochwasser.
Unsere Feuerwehr wird in Atzenbrugg eingesetzt. Auch Katastrophenhilfszüge der Feuerwehren aus ganz NÖ und das Österreichische Bundesheer unterstützen die Feuerwehren des Bezirkes Tulln.


1998

In diesem Jahr gab es sechs Brände und sechs Verkehrsunfälle.

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Weiters wurden bei allen Einsätzen und Tätigkeiten der Feuerwehr erstmals mehr als 3.000 Stunden geleistet.


1999

Sechs Verkehrsunfälle und vier Brandeinsätze.


2000

Am 28. Mai ist für die Feuerwehr Sitzenberg ein großer Tag. Das neue Feuerwehrhaus in Sitzenberg wird seiner Bestimmung übergeben. Unter großer Anteilnahme der Ortsbevölkerung findet die Feier statt. Somit wird dem ehemaligen Gemeindehaus in Sitzenberg neues Leben eingehaucht. Das Gebäude, das von der Vätergeneration errichtet wurde, wird von den Söhnen renoviert und wieder belebt.  Nach insgesamt dreijähriger Bauzeit konnte das Feuerwehrhaus fertig gestellt werden.


2001

In diesem Jahr war die Feuerwehr 72 Mal im Einsatz. Davon fünf Brände und sechs Verkehrsunfälle. Einen spektakulären Einsatz gab es bei einer Gasexplosion in der Neustift, Neustiftgasse 38. Eine Gastherme explodierte und das Wohnhaus wurde so schwer beschädigt, dass in drei Räumen die Decke einstürzte. Zwei Bewohner wurden verletzt. Dieser Einsatz war so Aufsehen erregend, dass der ORF in NÖ Heute, ZiB, Ö3 und Radio NÖ berichtetet. Kurier, Krone und NÖN brachten ganzseitige Berichte. Der Einsatzleiter musste allen Medien Rede und Antwort stehen, sowie alle Maßnahmen der Feuerwehr erklären.


2002

Ganz im Zeichen von Hochwasserkatastrophen stand das Jahr 2002. Am 8. Juni war zum ersten Mal in der Geschichte der Katastrophenhilfsdienst des Bezirkes Tulln, welchem auch unsere Feuerwehr angehört, im Einsatz. In Weidmannsfeld im Bezirk Wr. Neustadt war unsere Feuerwehr bei einem Privathaus und dann in einem Sägewerk mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Ein schweres Unwetter hat das Piesting – und das Triestingtal verwüstet.  Im August gingen heftige Regenfälle über ganz Österreich nieder. Weite Teile des Bundesgebietes wurdenüberflutet. Feuerwehren aus ganz Österreich und Teile des Technischen Hilfswerks aus Deutschland standen im Einsatz um in den Überflutungsgebieten zu helfen. In unserem Bezirk war vor allem der Bereich am nördlichen Donauufer betroffen. Besonders schlimm war es in Grafenwörth, wo unsere Wehr am 8. August zum ersten Mal zum Einsatz kam.  Am 11. August war wieder Grafenwörth und Umgebung Einsatzort. Am 13., 14. und am 17. August galt die Gemeinde Zwentendorf (vor allem Maria Ponsee und Bärndorf) als Einsatzort.
Am 24. August stand die Feuerwehr wiederum nördlich der Donau zwischen Grafenwörth und Altenwörth im Einsatz. Insgesamt leisteten wir 756 Einsatzstunden bei Hochwassereinsätzen. Mit dem Versorgungsfahrzeug LAST fuhren wir 1.316 km mit dem LF-B 764 km. Der Stromgenerator war 131 Stunden, die Tragkraftspritze 102 Stunden in Betrieb. Am ersten Tag als der Kamp in Grafenwörth alle Dämme sprengte, gingen unsere Unterwasserpumpen verloren. Diese wurden vom Katastrophenfond allerdings wieder ersetzt. Mit unserem “alten” Last führten wir die Versorgungsgüter zur Bevölkerung, die zum Teil Alles verloren hatte. Angefangen vom WC-Papier bis hin zu Brot und Wasser, wurde mit dem Fahrzeug geführt. Dies sollte der letzte Einsatz unseres alten Last sein, denn im Herbst bekamen wir kein Pickerl (§57a) mehr.

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2003

Der Ball am 1. Februar und das Feuerwehrfest vom 27.-29. Juni standen schon ganz im Zeichen des 100jährigen Gründungsfestes.  Mit großer Freude wurde der Schlüssel des neuen LAST beim Autohaus Blum in St. Pölten entgegen genommen.Der eigentliche Festakt zur Hundertjahrfeier wird am 24. August 2003 abgehalten. Hier wird auch der neue LAST (Ford Diesel mit Planenaufbau) von unseren Feuerwehrkuraten Clemens Mayer gesegnet. Mit Stand vom 19.7.2003 wurden wir heuer zu einem Brandeinsatz und fünf Verkehrsunfällen gerufen. Mit diesem Tage hat unsere Feuerwehr 38 aktive Mitglieder, zehn Reservisten und neun Feuerwehrjugendmitglieder. Somit gibt es in Sitzenberg 57 Florianijünger.

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2008

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Am 29. August 2008 konnten 7 Mitglieder der Feuerwehr Sitzenberg nach langen Vorbereitungszeiten das neue Rüstlöschfahrzeug (RLFA-3000) von der Firma Lohr-Magirus in Kainbach bei Graz, abholen.Der eigentliche Festakt mit Fahrzeugsegnung (Pfarrer FKUS Clemens Maier) wurde am 7. September 2008 bei der Teicharena nebem dem Feuerwehrhaus abgehalten.


 

2013

Die NÖ Landesinnung der Berufsfotografen hat uns ersucht, im Rahmen einer Übung Film- und Fotoaufnahmen für ein neues Projekt tätigen zu können. Leider wurden die Aufnahmen dieser spektakulären Flugzeugabsturzübung nie wirklich verwendet. Dennoch war es eine äußerst interessante Übung für alle Übungsteilnehmer.

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Austausch des mittlerweile 23 Jahre alten hydraulischen Rettungssatzes. Im gleichen Jahr fand der 1. Junior-Action-Day im Rahmen des Feuerwehrfestes in Sitzenberg statt.

 

 

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2014

_N8A7205Im Mai 2014 waren Feuerwehren aus Niederösterreich in Bosnien im Einsatz. Nach den Menschenrettungen aus den überfluteten Bereichen zu Beginn wurde in der zweiten Phase mit Großpumpen Wasser wieder abgepumpt. Die Pegel der Save und ihrer Nebengerinne gingen zurück, aber auf Grund der Hochwasserschutzdämme konnten die Fluten nicht mehr in ihre Flussläufe zurück. Daher hatten die NÖ Feuerwehren mehrere Hochleistungspumpen im Einsatz. Außerdem war der Versorgungsdienst mit, um die Feuerwehrfrauen und Männer aus NÖ zu verköstigen. „Küchenchef“ Rudi Schneider und seine Gattin Isabella aus Langenlebarn mussten neben den 25 Österreichern auch die Einsatzkräfte aus Deutschland, Belgien Frankreich, Estland Lettland, Litauen, Tschechien und den EU-Koordinator mitversorgen, jeden Tag drei Mahlzeiten für 120 bis 160 Personen. Unsere Aufgabe (Mattias Fischer und Stefan Öllerer) war die Dokumentation des Einsatzes und die Versorgung der MEdien mit Live-Interviews und Bild- sowie Videomaterial. Die Einsatzleitung nutzte die Bilder, die zum Teil aus der Luft gemacht wurden, um eine genaue Lagedarstellung erstellen zu können. Die Pumpen zeigen Wirkung. Die Pegel auch im Hinterland sanken langsam. Mit Unterwasserpumpen gingen die Feuerwehrleute von Haus zu Haus um die übergelaufenen Keller auszupumpen. Die Bewohner waren unglaublich dankbar. Immer hörte man: „Danke Österreich – vielen, vielen Dank Feuerwehr Österreich.“ Ein berührendes und unvergessenes Erlebnis. Der Pumpeinsatz dauerte bis Mitte Juni. Alle drei bis vier Tage wurde die Mannschaft gewechselt. Matthias Fischer verbrachte insgesamt 14 Tage im Katastrophenhilfseinsatz iun Bosnien. Link zum Bericht: http://www.ffsitzenberg.at/Bosnien 2014.

79bd3c481d10b42c68c4a32480f6e46dAnkauf eines Wechselladers mit Kran. Dieses Fahrzeug, ein ÖAF Commander, rückt das in erster Linie als Unterstützung bzw. Ergänzung zum Rüstlöschfahrzeug mitaus.


2016

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 22. Jänner 2016 stellte sich ein neues Kommando zur Wahl. Daraus hervor ging der neue Kommandant Wolfgang Marschik, dem zur Seite  Kommandantstellvertreter Andreas Müllner steht. Zum Leiter des Verwaltungsdienstes wurde Christian Karner bestimmt. Ein letztes Mal, nach 30 Jahren, durfte Franz Müllner als Kommandant eine ordentliche Mitgliederversammlung eröffnen. Als Vertreter der Gemeinde begrüßte Kommandant Müllner Bürgermeister Christoph Weber. Die Wahlen für Kommandant und Stellvertreter brachten eindeutige Ergebnisse. Altkommandant Franz Müllner übergab sein Amt nach 30-jähriger Tätigkeit an seinen Nachfolger Wolfgang Marschik, der Alt-Stellvertreter Matthias Fischer seinem Nachfolger Andreas Müllner. Im Anschluss wurde bereits weitere Organisatorische Schritte durch das neue Kommando getätigt. Dazu zählen die Vergabe der Ehrendienstgrade an das abtretende Kommando und die Ernennungen z.B. des Verwalters, der Zug- und Gruppenkommandanten und der Sachbearbeiter.